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Me Time – Zeit für mich

„Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es.“

– Gottfried Keller

 

Der Begriff „Me Time“ geistert nicht erst seit kurzem durch’s Netz. Insbesondere Lifestyle-Magazine und Blogger haben ihn gesellschaftsfähig gemacht. Ich bin vom Grundsatz her zwar kein Gegner von Anglizismen, aber dennoch stellt sich mir die Frage: Gibt es eigentlich ein deutsches Pendant? Wenn jemand Vorschläge hat – immer her damit! Ich bleibe dabei, von „Zeit für mich“ zu sprechen, da diese Worte einfach unbesetzt sind und ausschließlich das ausdrücken, was sie bedeuten.

Viele von uns vergessen im Alltag oft, dass unser Dasein nicht ausschließlich aus der Interaktion mit unserer Umwelt besteht. Ob Job, Familie oder beides – ein Ausbrechen aus unserem Alltagsraster ist manchmal schwierig bis gänzlich unmöglich. Aber warum ist das so? Warum haben wir mitunter verlernt, mit uns alleine zu sein? Macht uns das Angst? Oder haben wir ein schlechtes Gewissen, weil wir für einige Minuten oder Stunden unsere Pflichten vernachlässigen?

Für mich ist die Zeit alleine sehr wichtig geworden. Und damit meine ich freie Zeit. Zeit, um den Kopf frei zu bekommen, Gedanken zu ordnen und Kraft zu tanken. Wie ich sie verbringe, ist dabei sehr unterschiedlich.

Meistens gehe ich täglich etwas zwei Stunden zu Fuß. Ich nutze die Wege, die ich zu erledigen habe somit effektiv für Zerstreuung und auch Inspiration. Ich beobachte Menschen, höre Musik, fühle die Jahreszeiten. Das ist nicht nur erholsam, sondern gibt auch Kraft für neue Aufgaben und hält natürlich auch fit.

Ganz klar darf manchmal auch das ganz klassische „Mädchen“-Programm nicht fehlen. Oder muss ich erwähnen, wie heilsam und wohltuend ein heißes Bad ist?

Mein Lieblingsort und mein Lieblings-Badekram.

Manchmal klatsche ich mir auch eine Erdbeer-, Schoko- oder Grünalgen-Maske ins Gesicht und bilde mir ein, sie würde meine Gesichtshaut positiv beeinflussen. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber es macht Spaß.  Anmerkung: Überraschung – auch Männer dürfen baden! „Mädchen“-Programm bezieht sich dann doch eher auf den Teil mit der Erdbeermaske. Oder auch nicht. Also an alle Herren: Ja, ihr dürft auch Erdbeermasken verwenden. Politische Korrektheit wieder hergestellt.

Überhaupt lässt es sich beim Duschen und Baden mit dem vollen Programm (was auch immer für euch dazu gehört) wunderbar nachdenken. Für diese Zeit sollte man die Tür vom Badezimmer einfach schließen und nach einer Rundumerneuerung kann man der bösen Welt da draußen wieder die Stirn bieten.

Wenn ich allerdings zu Hause richtig entspannen möchte, muss meine Umgebung aufgeräumt und sauber sein. Für mich heißt das, dass Wellness bei mir dann anfängt, wenn ich den Wischmopp in die Ecke stelle. Eine aufgeräumte Wohnung sorgt für einen aufgeräumten Kopf. Chaos und Unordnung lassen mich auch innerlich nicht zur Ruhe kommen.

Nicht ganz unwichtig ist, wie wahrscheinlich in fast jeder Lebenslage, natürlich das leibliche Wohl. Je nach Lust und Laune entscheide ich mich dabei meistens für eine Tasse (oder besser Kanne) Tee. Verschiedene Kräutertees können dabei helfen, zu entspannen oder schenken neue Energie. Manchmal darf es aber auch ein anregendes Glas Sekt oder ein entspannendes Glas Wein sein. Je nach „Kacke-Grad“ des Tages könnt ihr natürlich auch die Flasche nehmen. Aber bitte nicht jeden Tag. Das wird sonst zum Problem. 😀

Nicht zuletzt kann man beim Kochen perfekt abschalten, sofern man es gelernt hat. Also das Abschalten, nicht das Kochen. Ihr könnt bestimmt auch mit Pudding eure innere Mitte finden. Oder gerade mit Pudding? 😉 . Auch „Schnippeln“ hat eine meditative Wirkung.

„Ich kann wunderbar für einige Zeit in einer Tasse Tee versinken.“

 

Aber auch völlig ohne Tamtam und mit wenig Zeitaufwand lassen sich die Gedanken ordnen. Sucht euch einfach einen Platz mit Blick auf den Himmel und einen Baum und verharrt einige Minuten. Egal, bei welchem Wetter und egal, was an diesem Tag noch alles ansteht. Ich will euch nichts von Mediation erzählen (einfach weil ich mich nicht wirklich damit auseinandersetze) oder irgendein abgefahrenes bewusstsein-erweiterndes Mega-Erlebnis versprechen. Aber einerseits wird das allgemeine Stresslevel gesenkt und andererseits auch die Selbstreflexion angeregt. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass, wenn jeder Mensch sich täglich für ein paar Minuten seinen Baum ansehen würde, die Welt ein kleines bisschen besser wäre.

Entspannt euch für einen Moment!

Links:

Ein toller Blogartikel über Ordnung und Organisation von healthandthecity

 

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