Isas Reise

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Gesund essen ohne Aufwand – kochen für mich allein?

Die Königin der Kochrezepte ist die Phantasie.
– Sprichwort

 

Da ich unter der Woche ja leider Strohwitwe bin, hält sich bei mir die Lust zum Kochen oftmals in Grenzen. Damit geht es mir wahrscheinlich wie vielen anderen in meiner Situation, allgemein Alleinstehenden oder eben kochfaulen Pärchen.

Ich bin keine hippe Lifestyle-Märchenfee und erzähle euch nichts von #superfood, #healthylife oder #justvegan. Wer aber auf ausgewogene und einigermaßen gesunde Mahlzeiten achten möchte, der kommt nun mal um den Kochtopf oder zumindest um ein bisschen Schnippelei nicht herum.

Im Folgenden möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie ihr euch mit wenig Zeit- und vor allem Geschirraufwand etwas anständiges auf den Teller zaubert!

Tipp 1:

Nehmt euch am besten am Anfang der Woche eine halbe Stunde Zeit und bereitet Gemüse und Obst vor, das ihr in etwa in der Woche essen möchtet. Wenn man abends geschafft nach Hause kommt und gerne noch etwas Frisches essen möchte, scheitert es oft an der Lust, zu schnippeln. Genauso geht es mir persönlich auch – besonders mit meinem Obst am Morgen. Deshalb: Schnappt euch Tupperdosen und legt los! Gerade frische Ananas, Mango, Heidelbeeren (die ihr natürlich nur waschen müsst) oder Physalis lassen sich prima präparieren, da sie sich zubereitet einige Tage halten. Bei Äpfeln und Birnen ist das allerdings eher nicht der Fall. Die Notfallbanane für das schnelle Frühstück sollte man ohnehin immer im Haus haben. Bei Gemüse machen sich beispielsweise Zucchini, Paprika, Aubergine, Karotten, Fenchel oder auch Lauchzwiebel super, um es geschnitten aufzubewahren. Je nach Bedarf könnt ihr die Woche über eure frischen Zutaten einfach auf’s Müsli geben oder als Gemüsepfanne zubereiten. Salat könnt ihr ebenfalls schon gründlich waschen, dann ebenso gründlich abtrocknen und schließlich in einem gelöcherten Beutel oder angefeuchtetem Küchentuch ins Gemüsefach packen.

Frisches Obst wartet auf’s Frühstück 

Tipp 2:

Lasst den Backofen für euch kochen! Keine Lust auf viel Abwasch? Dann werft euren Backofen an und füttert ihn mit dem, worauf ihr Lust habt. Meine Favoriten sind beispielsweise Fisch, den ich zusammen mit Gewürzen und frischen Kräutern in Alufolie gare. Dazu gibt’s Ofenkartoffeln. Dafür wascht ihr einfach möglichst kleine (Bio-)Kartoffeln gut ab, viertelt sie und mariniert sie in etwas Olivenöl sowie Gewürzen eurer Wahl. Der Klassiker ist natürlich Rosmarin. Mir schmecken sie am besten mit Rauchpaprika, Knoblauch, Honig und Meeralz.

Aber auch Champignons eignen sich hervorragend für den Backofen, am besten in der Kombination mit Blauschimmelkäse oder Parmesan und Trüffel-Öl. Allgemein könnt ihr alles mögliche an Gemüse in den Ofen werfen, es würzen oder pur lassen. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Ofengemüse mit Feta

Tipp 3:

Nicht nur Obst und Gemüse lassen sich gut vorbereiten und portionieren. Auch Pasta eignet sich prima, um mehrere Male davon zu essen. Und mal ehrlich – etwas, aus dem ihr eine Soße für Nudeln bauen könnt, findet sich in jedem Haushalt… oder? Kleiner Ratschlag am Rande: Immer Pizza-Tomaten in der Dose vorrätig haben!

Pasta mit Champignons und Brokkoli, Salat und frisch gepresster Saft

 

Tipp 4:

Arbeitet mit gesunden Fertigprodukten. Nein, Lasagne aus der Pappschale gilt nicht. Kurzer Moment der Trauer… Vorbei? Gut. Schaut euch doch mal im Asialaden um. Hier findet ihr Zutaten, die für schnelles Kochen perfekt geeignet sind. Wer den Klassiker Miso-Suppe noch nicht kennt, der sollte ihn unbedingt ausprobieren. Miso-Paste macht sich hervorragend als Grundlage Suppen mit und ohne Nudeln (im Idealfall Ramen oder Udon) und jegliche Art von Gemüse und/oder Tofu. Etwas Pak Choi, ein paar Pilze, Mais und/oder Sprossen – fertig ist die asiatische Nudelsuppe.

Empfehlen kann ich außerdem Curry-Paste, die ausschließlich aus natürlichen Zutaten besteht und mit der ihr ein wunderbar schnelles Curry zaubern könnt. Natürlich dürfen hier Klassiker wie Erbsen- oder Linsensuppe (gaaaaaaaaanz klassisch mit Essig, Zucker und Blutwurst) nicht fehlen, die ruhigen Gewissens auch mal aus der Dose kommen dürfen. Es muss ja nicht immer Schnickschnack sein, oder?

Ramen in Miso-Brühe, mit Lende, Pak Choi und Pilzen

Tipp 5:

Überhaupt sind Suppen und Eintöpfe ein gutes Stichwort – Brühe (ob nun reine Gemüsebrühe oder Brühe auf Fleischbasis) kann man hervorragend portionieren und einfrieren. Eine Gemüse- oder Nudelsuppe lässt sich damit auch im Nu kochen. Wer es deftig mag, für den ist eine schnelle Soljanka genau das Richtige.

Tipp 6:

Eier. Da wir in unmittelbarer Nähe zum Mansfelder Land wohnen, müssen wir Eier ja gerne essen (wer kennt’s?). Hart gekochte Eier halten sich einige Tage – ideal zu Frühstück. Ein Rührei ist Sache von wenigen Minuten, ebenso Spiegelei. Eine Beilage ohne Aufwand, die satt macht und vielseitig ist. Wer es noch nicht ausprobiert hat: Ich plädiere hiermit offiziell für das Bio-Ei! Wer keine Möglichkeit hat, Eier von (Klein-)Bauern aus der Umgebung zu kaufen, sollte wenigstens den Euro mehr für Bio-Eier im Supermarkt ausgeben. Geschmacklich lohnt es sich in jedem Fall – und vielleicht hat sogar für das ein oder andere Huhn etwas davon.

Kocht mal wieder selbst!

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