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Sport und Fitness nebenbei?

„Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.“

Bertholt Brecht

 

Sport hat in meinem Leben schon immer eine Rolle gespielt. Ich war ein sportliches und aktives Kind, das sich gerne bewegt hat. Am Nachmittag fand man mich entweder draußen oder im Sportverein. Damals habe ich leidenschaftlich gern Volleyball gespielt. Wie so viele andere auch, war ich völlig vernarrt in den Anime „Mila Superstar“.  Und auch ohne die Saltoannahme jemals zu beherrschen, bin ich dem Sport einige Jahre treu geblieben 😉 .

In der Pubertät hat sich das dann leider geändert – nach einer längeren Zeit der sportlichen Abstinenz fand ich langsam aber sicher auch den Schulsport blöd.

Mir ist bis heute nicht klar, weshalb man ein Unterrichtsfach, in dem man Kinder und Jugendliche nicht vergleichen kann und das eigentlich Spaß bringen sowie zu Bewegung und Sport motivieren soll, bewertet.

Mittlerweile bin ich dann doch schon fast ein Jahrzehnt aus der Pubertät raus und habe meine Bewegungsfreude wiederentdeckt. Allerdings möchte möchte ich weder feste Termine, irgendwelche Abos oder andere Dinge, die mir ein schlechtes Gewissen bereiten, wenn ich nicht diszipliniert genug bin. Die Disziplin muss in mir selbst entstehen und die versteckt sich ganz schnell hinter dem Schweinehund, wenn ich gemeinsam mit durchtrainierten Superkörpern Sport machen soll. Oookay, Schwimmen, Eislaufen, ab und an mal die alten Inlineskates rauskramen… Das sind Dinge, die mir auch heute noch Spaß machen, aber auch nur deshalb, weil ich sie nicht regelmäßig machen muss.

Also habe ich für mich einen Mittelweg gesucht und gefunden – und erledige seit knapp zwei Jahren so gut wie alles zu Fuß. Von öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich ohnehin seit Jahren angenervt. Überfüllung, der ewige Kampf zwischen Kinderwagen und Rollatoren und die Fähigkeit mancher Menschen, ihren strengen Körpergeruch konsequent zu ignorieren, sind nur ein paar der Gründe, weshalb ich auf Bus & Co. verzichte. Da meine bessere Hälfte etwa 200 km von unserem Heimatort arbeitet und somit pendeln muss, habe ich unter der Woche auch kein Auto zur Verfügung.

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Was bleibt sind also die eigenen Beine. Die tragen mich momentan täglich (bevor jemand fragt: Ja, bei jedem Wetter) etwa zwischen fünf und zwölf Kilometern. Mal mehr, mal weniger. Im Schnitt bin ich zwei bis drei Stunden unterwegs und komme auch ordentlich in Schwitzen. Die Strecke variiert, je nachdem was erledigt werden muss. Das tolle an meiner Heimatstadt ist, dass man sie fast ausschließlich auf Fußwegen im Grünen und über Parks durchqueren kann. Wenn man also nicht will, muss man nicht an großen Hauptverkehrsadern entlang laufen. Ein kleines Workout, wenn ich dann gut warmgelaufen bin, ist ab und an natürlich auch noch drin.

Dass ich mir diese Zeit nehme und das Programm fest in den Alltag integriert habe, tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Kopf. Auf dem Weg bleibt eine Menge Zeit zum Nachdenken. Oder Musik hören. Mal ehrlich, wer nimmt sich die Zeit die er für sich braucht schon? Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er das sinnvoll findet, will und auch kann. Aber seit ich offiziell Fußgänger bin, weiß ich, was mir vorher gefehlt hat. Manche empfinden die Zeitinvestition sicher als Luxus, andere als pure Verschwendung. Für mich ist es die perfekte Art und Weise, „Me-Time“ mit Bewegung und dem Alltagsleben zu verbinden.

Lauft doch auch einfach mal!

 

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