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Plus Size & me

 

„Wenn ihnen jemand aus der Küche entgegenkommt, ein Stück Knäckebrot in der erhobenen Hand schüttelt und ruft: „Nur ein Knäckebrot! Nur ein Knäckebrot!“, dann könnte dieser jemand eventuell Gewichtsprobleme haben.“

Wolfgang  J. Reus

 

Der Begriff Plus Size ist in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen. Es gibt Plus Size Modeabteilungen, Plus Size Models, Plus Size Commercials und jede Menge medialen Rummel um das ganze Thema.

Richtig verwendet ist Plus Size eine hippe Umschreibung für Übergewicht. Wobei in der High-Fashion-Szene ja oftmals schon bei einer Kleidergröße 38/40 von Plus Size gesprochen wird.

Daraufhin machen sich alle verrückt. Die Dünnen hacken auf den Dicken rum, die Dicken auf den Dünnen, manche als dick deklarierte Menschen sind es gar nicht, dafür sind angeblich Normalgewichtige viel zu dünn und niemand ist zufrieden mit sich selbst und lässt es an allen anderen aus.

Gerade bei Mädchen und Frauen ist dieses Thema ein Fass ohne Boden. Deshalb habe ich für mich beschlossen, dabei einfach nicht mehr mitzumachen. Nö. Diese Diskussion könnt ihr behalten, brauche ich nicht.
Denn es ist einfach weder gesund noch dem eigenen Wohlbefinden zuträglich, sich ständig darüber Gedanken zu machen, wie man auf andere wirkt.

Es gibt für mich nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich bin zufrieden oder ich bin es nicht.

 

Dass Kleidergrößen einzig und allein dem Zweck dienen, Menschen zu verwirren und zu verunsichern, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Okay, dass die Geschäfte von Zahlen abhängig machen, ob Menschen bei ihnen einkaufen dürfen oder nicht, grenzt ganz klar an Diskriminierung.

Und damit meine ich nicht stark adipöse und krankhaft übergewichtige Menschen, die dringend etwas an ihrem Lebensstil ändern sollten, damit dieser nicht zum „Todesstil“ wird. Sondern die viel besagten aber immer noch nur grenzwertig akzeptierten Kurven. Mögen manche, andere nicht, sind aber alles andere als unnatürlich oder eben „fett“.

Jetzt kommt wieder das „Uäääh, die bösen, bösen Medien“-Gequatsche. Aber mal ehrlich, es stimmt doch. Die Werbe- und Modeindustrie vergisst ganz oft, dass in der großen, weiten Welt Menschen Leben. Und die sind – kaum zu glauben – verschieden. Auch wenn dieser Fakt gerne mal unter den Teppich gekehrt wird, so ist das kein Grund, um an sich selbst zu verzweifeln. Wenn euch selbst etwas nicht passt, eure Gesundheit einschränkt oder ihr euch unwohl fühlt, dann ändert etwas. Aber ändert es nicht, weil es andere euch vorschreiben wollen.

Ich persönlich halte es so, dass ich mir nichts verbiete. Klar bin ich nicht immer zufrieden. Es gibt Tage, an denen mein Spiegelbild mir böse Blicke zuwirft und mir in aller Deutlichkeit mitteilt, was es von mir hält (klingt das schizophren…?). Aber ich bin mir sehr sicher, dass das nicht einzig am Körpergewicht liegt, sondern immer ein Zusammenspiel aus allen möglichen Befindlichkeiten ist. Und hey, ich bin sportlich und kann kochen. Und Bierkästen in den dritten Stock tragen. Ist das etwa keine Traumkombination? 😉

Bleibt euch treu!

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